Anon Ensemble 2008 - Dienstag, 22. April 2008
Gerade erreichte mich ein Päckchen per Post ohne Absender. Normalerweise sollte man in Zeiten wie diesen mit ihren Angstkulissen und Bedrohungsszenarien ja den Paranoia-Modus anschalten, aber das Päckchen wog so gut wie nichts, es tickte auch nichts verdächtig und nach Öffnung gab es auch keine Briefumschläge mit gefährlichem weißen Pulver.
Stattdessen schaute ich auf ein Ensemble aus Naßrasierer, einer Aldi-Zahnbürste und einem kompletten Handy: Zuerst dachte ich an eine ähnliche Aktion zur viralen Vermarktung wie beim Schokoladenkalender im Dezember 2007, aber da es keinen Absender und auch sonst kein Identifikationsmerkmal (Päckchen auch mit Mundschutz und Handschuhen eingepackt?) gab, konnte es entweder nur ein Rätsel sein, die gegenständliche Aufforderung, dass ich öfters mal die Zähne putzen, mich rasieren und viel mehr per Handy telefonieren sollte oder ein anonymisiert zugeschicktes praktisches "Anon Ensemble", für das ich jetzt nur noch eine anonym erworbene SIM-Karte brauche und kein Anti-VDS Wegwerf-Handy, um den Effekten der Vorratsdatenspeicherung im Mobilfunkbereich oder aufgestellten Ohren eines BKA zu entgehen – wenigstens ein Stück weit mehr. Hinter der Zahnbürste und dem Rasier verbergen sich wohl Hinweise, dass man vorsichtig sein sollte, wo man Speichel und Barthaare (die ich genug habe) hinterlässt, um keine DNA Spuren zu hinterlassen, wenn man auch in der realen Welt anonym unterwegs sein möchte oder der Hinweis, dass es vielleicht mal nötig sein könnte, sein Aussehen zu verändern. Man kann das Anon Ensemble auch als Aufforderung betrachten, sich umzuschauen, ob man nicht selbst noch ein funktionsfähiges Handy herumliegen hat, das man nicht mehr benötigt, um es selbst anonym an einen "Bedürftigen" weiterzusenden. Ich kann mir schon vorstellen, aus welchem Kontingent das Anon Ensemble stammt und Danke auf jeden Fall den anonymen Spendern für die Zusendung Für die Fährtenleser zur Enträtselung der Zusendung:
From - Wed Apr 23 20:08:04 2008
Das Subject ist eine Markierung, die mit einer Schleuse bzgl. Antispam zu tun hat. Die Absender haben also entweder einen guten Bot oder haben sich die entsprechenden Kontaktseiten gut angesehen Return-Path: <germany@goldman-detectives.com> From: Goldman-DE <germany@goldman-detectives.com> Reply-To: no-reply@goldman-detectives.com To: kr@i2pmail.org Subject: [kr@spm-ne] Date: Wed, 23 Apr 2008 17:57:56 +0000 (UTC) be careful about your new mobile phone Man lese auch Wieviel zahlt VM-People an Blogger? in der Blogbar. Dazu nur so viel: Ich selbst habe weder Zeit, Lust noch Interesse, mich an irgendwelchen sogenannten ARGs oder virtuellem Vermarktungs-Schnitzeljagd-Gedöns zu beteiligen und deshalb weiterhin irgendwelchen Tipps und Hinweisen nachzugehen, die ich doch erhalten könnte, wenn ich dieses und jenes machen würde - auch in Zukunft. Das Handy geht eh an jemanden, der ein 0815-Handy ohne Schnickschnack braucht. Aber als Aufhänger für die Themen Anonymität und Telekommunikationsüberwachung war es gut zu gebrauchen.
Geschrieben von Kai Raven
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14:12
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Anti-VDS Wegwerf-Handy - Montag, 14. April 2008
Das wäre doch das passende Handy gegen die Vorratsdatenspeicherung, da man noch nicht einmal umständlich und unsicher SIM-Karten tauschen oder besorgen und nicht in Sorge sein müsste, dass die IMEI bereits zusammen mit persönlichen Daten bei einem Telekommunikationsprovider gespeichert ist, was die Anonymisierung trotz anderer SIM-Karte unterläuft.
![]() Das HOP1900 Wegwerf-Handy von Hop-on ohne LCD Display und Schnickschnack mit folgenden technischen Daten:
Das nach Wegwerf-Feuerzeugen und -Kameras ein Wegwerf-Handy ein weiteres I-Tüpfelchen für Ressourcenverschwendung und Müllproduktion darstellt, dürfte klar sein. Aber wir haben's ja. P.S.: Das Handy kann man auch mit verschiedenen Aufklebern "branden", da ja das Display wegfällt, also je nach Geschmack mit dem AK VDS Logo, Schäublone, V wie Vendetta Maske, CCC Pesthörnchen usw.
Geschrieben von Kai Raven
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14:03
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Noch ein paar Killer-Roboter - Freitag, 23. November 2007
Die High-Tech Armeen dieser Welt mit genügend finanziellen Ressourcen können bald ihren Arsenalen wieder zwei neue Killer-Roboter hinzufügen, mit denen sie sich auf ihre roboterisierten Kriege vorbereiten.
Der erste Killer-Roboter ist das Produkt aus der TALON Roboter-Plattform von Foster-Miller und einer Metalstorm Kanone mit vier Geschützrohren. Bei Metalstorms Geschützen und Handwaffen werden mehrere Projektile zu einer Reihe zusammengesteckt direkt aus dem Rohr abgefeuert. Die Zündung des Treibmittels der Projektile und die Steuerung des Abfeuern wird dabei komplett elektronisch durchgeführt. Dadurch können die Projektile rasend schnell abgefeuert werden, entweder aus allen Geschützläufen zugleich, aus einem einzelnen Lauf, alle gleichzeitig oder hintereinander mit einzelnen Schüssen. Zusätzlich können mehrere verschiedene Munitionstypen – tödlich wie "nicht-töflich" – zugleich verwendet werden. ![]() Metalstorm Munition. Abbildung: Metalstorm. ![]() Abbildungen: Metalstorm. ![]() iRobot Metalstorm Roboter. Abbildung: Metalstorm. Eine ähnliche Plattform stellt das Metalstorm Redback System dar, das auf bemannte oder unbemannte Kampffahrzeuge montiert wird. Das Geschütz ist mit einer Infrarotkamera, Zoom-Videokamera, einem Laser und einem Zielerfassungssystem verbunden, das der automatischen Verfolgung und Zielerfassung von sich bewegenden Zielen bei Nacht und Tageslicht dient. ![]() Redback Geschütz. Abbildung: EOS. Von STK gibt es nicht nur Explosivgeschosse für Metalstorm, sondern auch sogenannte "nicht-tödliche" Munition, die nicht dem Töten von Zivilisten und feindlichen Soldaten dienen, sondern der Aufstandsbekämpfung und Kontrolle größerer Menschenansammlungen. ![]() "Nicht-tödliche" Munition von STK. Abbildung: STK. ![]() MAARS mit M240B Maschinengewehr. Foto: QinetiQ. Siehe auch Künstliche Intelligenz im Dienste des Menschen über die Robowatch Überwachungs- und Sicherheits-Roboter aus deutscher Produktion – "im Dienste der Menschen", die laut Aussage des Firmengründers nicht zu Killer-Robotern ausgebaut werden sollen.
Geschrieben von Kai Raven
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20:40
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Sauber und sicher aus Deutschland - Freitag, 7. September 2007
Ob sich die deutschen Unternehmen für IT-Sicherheit, die sich unter dem Label "IT-Security made in Germany" (ITSMIG) mit Geldern des Bundeswirtschaftsministeriums zusammengefunden haben, in Zeiten des "Bundestrojaners" mit dieser Selbstverpflichtungserklärung einen großen Gefallen getan haben? Ich bezweifle es.
In ihr erklären sich zwar die Unternehmen dazu, wirklich und wahrhaftig nur Produkte anzubieten, die keinerlei Backdoors, Schwächen, künstlich verkrüppelte Kryptoalgorithmen und Schlüssel enthalten und wirklich und wahrhaftig für die sofortige Abstellung von Sicherheitsmängeln sorgen zu wollen, aber am interessantesten ist dann doch Punkt 6 der Erklärung, die das Nicht-Können(-Wollen) hinter den ganzen Absichtserklärungen offenbart, wenn der Staat und die Sicherheitsbehörden andere Wünsche haben:
6. Wir weisen darauf hin, dass es uns aus Gründen der Befolgung von Rechtsvorschriften,
gerichtlichen Entscheidungen oder Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden vorgegeben
sein kann, Mechanismen für eine vollständige oder teilweise Aushändigung von
Kommunikationsinhalten, Kryptoschlüsseln oder Zugangskennungen an die örtlichen
Strafverfolgungsbehörden zu realisieren. Wir verpflichten uns, in solchen Fällen den Kunden hiervon in Kenntnis zu setzen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
Was nichts anderes heißt, dass man PINs und Passwörter mitloggen, Sicherheitsfunktionen abschwächen und kryptografische Schlüssel zur nachträglichen Entschlüsselung ausliefern würde, wenn man muss – die man ja nur ausliefern kann, wenn sie zu berechnen sind oder verdeckt hinterlegt wären.
![]() Man stelle sich so eine "Verpflichtungserklärung" bei Projekten wie OpenSSH oder GnuPG vor. Via: Computerwoche - 15 deutsche Hersteller verpflichten sich zu sauberer Software
Geschrieben von Kai Raven
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18:16
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Dateninkontinenz bei Scotland Yard per Outsourcing - Sonntag, 12. August 2007
Was mit Telekommunikations-Daten passieren kann, wenn die erst einmal nach Überwachungsmaßnahmen in die Hände staatlicher Sicherheitsbehörden gelangen und dann per Outsourcing an externe Firmen für Daten-Forensik zwecks Auswertung abgeben werden – davon erzählt der Independent heute in der Meldung Database of top-secret police phone taps stolen.
Demnach hatte wohl Scotland Yard einen Server an das britische Unternehmen für IT-Forensik und Handy-Tracking Forensic Telecommunication Services Ltd (FTS) abgegeben, auf dem sich eine Datenbank mit Tausenden aufgezeichneter Handy-Telefonate befand, die im Rahmen von Emittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus durchgeführt wurden, nebst Datensätzen mit Informationen zur Identität des Handynutzers, dem Zeitpunkt und dem Ort, von dem aus die Mobilfunktelefonate getätigt wurden. Leider gab es FTS einen Einbruch, bei dem die Diebe nicht nur diverse Computer und anderes IT-Equipment mitgehen ließen, sondern auch besagten Server der Sicherheitsbehörde. Da zu den Kunden von FTS nicht nur Scotland Yard zählt, sondern eine Reihe weiterer Polizeibehörden in England und Nordirland, die britische Zollverwaltung und die Staatsanwaltschaft der Krone, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem größeren "Datenabfluß" der Behörden über FTS kam. Deshalb sind auch – wie man dem Daily Mail Artikel Police on terror alert over theft of top secret records on computer database entnehmen kann – die Chefs der britischen Sicherheitsbehörden in heller Aufregung, die so weit geht, dass sogar das Antiterror Kommando bei Scotland Yard eingeschaltet wurde. Die Forensik-Firma bemüht sich derweil um Beschwichtigung und Schadensbegrenzung. Der Daily Mail teilte FTS mit, der Server wäre "hochgradig gesichert" und bei den Daten würde es sich nur um Informationen zu alten abgeschlossenen Fällen handeln oder Fällen, die sich eh gerade im "juristischen Prozess" befinden würden, weshalb der Diebstahl auch in keinster Weise laufende Polizeiermittlungen gefährde. Das scheinen die Sicherheitsbehörden anders zu sehen. Vielleicht haben sie noch eine weitere Chance, wieder an ihren Server zu kommen – einfach öferts mal bei Ebay nachschauen. Siehe auch: Washington Post - Defense Agency Proposes Outsourcing More Spying über das Outsourcing über das Outsourcing-Programm der Defense Intelligence Agency (DIA) des US-Verteidigungsministeriums in Höhe von mindestens einer Milliarde Dollar für die nächsten fünf Jahre.
Geschrieben von Kai Raven
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07:47
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Doch an den Rechner ran? - Freitag, 3. August 2007
Also doch an den Rechner ran wie gehabt statt PSIS "Online-Durchsuchung", wie der Artikel der Chip (via Golem) nahelegt, weil man a) unüberwindbare Schwierigkeiten mit der Technik der Online-Durchsuchung (ein)sieht und b) der Verankerung von Befugnissen für das BKA zur Anwendnung herkömmlicher Schnüffelmethoden im BKA-Gesetz mehr Chancen einräumt?
Müssen wir also doch in Zukunft jeden Tag unsere Arbeitszimmer, Tastaturen und Rechner filzen und was haltet Ihr in diesem Zusammenhang von der Firefox Erweiterung KeyScrambler Personal? Fragen und Probleme, zu denen auch das Problem gehört, dass auch mit erweiterten Befugnissen für manuell und lokal applizierte Trojaner und Keylogger zuerst in den Kernbereich der privaten Lebensgestaltung durch Einbruch in die Wohnung, bei dem gleichzeitig und praktisch auch noch eine wirklich verdeckte Durchsuchung durchgeführt werden kann, eingegriffen wird und dieser Eingriff dann auch noch auf die Kernbereiche der privaten Lebensgestaltung ausgedehnt wird, die jeder so auf seinem Computer hat. Via si tacuisses - Wird Online-Durchsuchung offline eingeleitet? Siehe auch: Computerwoche - Die Wahrheit über den "Bundestrojaner"
Geschrieben von Kai Raven
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15:36
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Die allgegenwärtige und ultimative Überwachung am Gerät - Freitag, 3. August 2007
Bei dem Patent von Microsoft zu neuen Werbeverfahren, über das InformationWeek in Microsoft Patent: Biometric Recognition Used To Personalize Ads berichtet, scheint Microsoft an die "Minority Report Screens" gedacht zu haben, die mittels RFID Funkchips und Datenbanken passgenaue und personalisierte "Werbung" für den Betrachter auf den Schirm zaubern, aber auch an Handys, Fernsehgeräte, PDAs, PCs und Spielekonsolen wie die X-Box, auf deren Displays ebenfalls auf den Betrachter zugeschnittene "Werbung" nach vorheriger Identifikation des Nutzers und seines persönlichen Umfelds eingespeist werden.
Die Technik, die Microsoft im Patent Nr. 20070174117 vom 27. Juli 2007 mit dem Titel Advertising that is relevant to a person beschreibt, soll zusätzlich als Mittel gegen das unverschämte Ansinnen der Konsumenten dienen, sich um Werbung herum zu lavieren, zum Beispiel durch den Gebrauch von Festplattenrekordern und Systemen, die herkömmliche Werbeproduktionen und -einblendungen, die Microsoft als "ärmlich" bezeichnet, erkennen und ausblenden: Conventional broadcast television advertising models developed during the 1950's and 1960's are threatened by numerous forces in today's broadcast market. Costly, pre-produced commercials are today seen by ever fewer people as viewers disperse across a broad range of choices, channels and networks. Additionally, new technologies such as digital video recorders, also known as personal video recorders or digital personal video recorders, enable viewers to skip commercials altogether. Techniques for the targeting of advertisements are meager allowing rough targeting based only on the content of the media, the demographics of the audience of a particular television show, or the demographics of residents in an area having a particular zip code.
Der Ausweg:Some industry experts question how long the old world approach can last before the entire system becomes impossible to justify. Der PC-Nutzer, TV-Konsument, Shopper, Passant oder Gamer wird zunächst durch ein Identifikationssystem identifiziert, wobei alle Register gezogen werden: Durch biometrische Sensoren (Gesichts-, Stimmen-, Iris-, Fingerabdrucksensor), durch die Übertragung von Identifikationsdaten über RFID Funkchips, die in die Unterhaltungs- und Informationsgeräte integriert sind, mit zusätzlicher Personenerkennung durch Webcam- oder Handy-Kameras oder durch Einloggen in das System durch den Benutzer bzw. Konsumenten selbst: ...tracking system checks whether it has received an identification of a person currently viewing display (...) This identification may be done in any number of ways. For example, a biometric sensor in device or a remote control or other accessory of device may identify the person. In another example, the person may log onto device (...), thus providing identification. In yet another example, cameras or other sensors may detect and identify the person. In yet another example, the device having the display may be used solely by the person, so any use of the device may imply that the person is viewing the display.
Ein Tracking- und Monitoring-System sammelt, überwacht und speichert persönliche Informationen und Daten des Benutzers bzw. Konsumenten, die von ihm genutzten Geräte, die Art und Weise, wie sie genutzt werden (per Satellit, WLAN, Kabel, Internet usw.), den Aufenthaltsort der Person, Daten, die Aufschluss über den "natürlichen Kontext" (Licht, Geräuschpegel, Anzahl der anwesenden Personen, Hektik oder Statik usw) sowie die aktuell genutzten Inhalte und Dienste.Das Tracking-System kann in der Wohnung oder einem anderen "vertrauenswürdigen Ort" installiert werden – muss aber nicht. ![]() ![]() Das Identifikatons-, Tracking- und Monitoring-System in der Patentschrift. Abbildungen: U.S. Patent and Trademark Office.
Logistical information may include characteristics of display, for example, its size, resolution, color, depth, polychromatic/monochromatic screen, and the like. Logistical information may include information on networks available to tracking system. Tracking system uses this information to know which networks are available to it to reach advertiser system. Logistical information may include location information regarding device. For example, if device includes a global positioning system (GPS) receiver, it can assess its location and share that with tracking system. Logistical information may also include ambient sensor data regarding device. The ambient sensor data may include, for example, light and sound levels, motion, and other data from the user's environment that help establish context.
Das "System für Werbetreibende" bezieht von Inhalteanbietern, PR-Firmen, Anzeigefirmen, aber auch von Regierungsbehörden, öffenliche Dienstleister "oder jede andere passende Organisation" die Formate und Inhalte, die zum Benutzer bzw. Konsumenten oder Bürger transportiert werden sollen oder hält sie stellvertretend für die "Inhalteanbieter" vor.Tracking system may store viewer information for one or more persons. For example, if used in a home setting, tracking system may store viewer information for different members of the family. If used in a purely individual setting, tracking system may store viewer information for one person. Viewer information may include, for example, a) a profile of the person, which may include, for example, the person's interests and hobbies, the person's sex, age, locale, profession, subscriptions and memberships, ethnicity, marital status, personal characteristics such as parent, pet owner, very tall or short, and the like; b) a personal information management system for the person, which may include, for example, the person's address book (list of contacts), calendar, mail and/or message store, a task list, notes and the like; c) a purchasing history of the person; d) the person's advertising preferences, which may include, for example, a record of which advertisements the person has interacted with in the past, and/or a record of which advertisements the person has immediately dismissed, if such a capability to dismiss exists, search terms the person has used, media consumption (viewing and listening) history, a preferred look and feel for advertisements, and the like; and e) general system filters configured by or on behalf of the person. For example, in a family setting, parents may configure tracking system not to present any advertisements to children. Aus den erhaltenen Identifikationsdaten des "Identifizierunsgsystems" und dem ständig aktualisierten Profil des "Tracking- und Monitoring-Systems" generiert das System Daten, die laut der Patenschrift anonymsiert und für die "Inhalteanbieter" nicht personifizierbar mit den Inhalten der "Inhalteanbieter" abgeglichen bzw. an die "Inhalteanbieter" übertagen werden. Microsoft wäre dann das vermittelnde "Clearinghouse" bzw. die dritte Partei, der man "Vertrauen" schenken muss. Aus dem Abgleich werden dann zum Beispiel dynamisch Werbeinblendungen, Warnungen, behördliche Mitteilungen etc. generiert, auf die Geräte des Benutzers oder auf die "Minority Report Screens" übertragen und auf Displays angezeigt. Da von 3D-Modellen und Texturen die Rede ist, wäre auch die passende Anzeige eines Produkts als 3D-Modell oder das Auftauchen eines "persönlichen Agenten" als 3D-Avatar (oder gar HALO Spielfigur?) denkbar, der einem Informationen und Produkte präsentiert oder einen "hilfreich durch den Konsumenten-Alltag" geleitet.
![]() Vom "Inhalteanbieter" auf den Schirm. Abbildungen: U.S. Patent and Trademark Office. Prost Mahlzeit, denn das wird nicht das erste und letzte Patent sein, das derartige Systeme anpeilt und Microsoft wird auch nicht der einzige Konzern sein, der an derartigen Konzepten werkelt – Privacy is dead, wenn es nach Behörden, Unternehmen, Konsumenten und Bürgern geht.
Geschrieben von Kai Raven
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Die "Brillenwanze" - Freitag, 27. Juli 2007
Ich lese immer wieder gerne über die kleinen fiesen Spy Gadgets, die u. a. das britische Weblog Spy Review vorstellt. Wenn man sich die bunte Produktpalette vor Augen führt, die neben privaten Sicherheitsdiensten, Detekteien und Regierungsbehörden auch Privatmännern und -frauen in diversen "Spy Shops" angeboten wird und man davon ausgehen würde, dass sich sehr viele Leute für die Anwendung der Spionagemittel interessieren, müsste man paranoid werden.
Über ein aktuelles Beispiel berichtet Spy Review im Beitrag Listening Device Hidden in Spectacle Case. Dabei geht es um ein "Brillenetui", auf dem das Logo der britischen Optikerkette Specsavers aufgedruckt ist. ![]() Das eigentlich Interessante ist wie bei vielen der Spy Gadgets aber das Innenleben. Das besteht beim Specsavers "Brillenetui" aus der kompakten GSM Wanze, die der Hersteller der Brillenetui GSM Wanze, das britische Unternehmen TrackerShack, auch gesondert vertreibt. ![]() Neben der Abhörfunktion kann man die Brillenetui-Wanze natürlich auch für die Lokalisierung und Ortsverfolgung nutzen, für die TrackerShack zugleich den GSM Tracking-Dienst von FollowUs vertreibt, denn TrackerShack ist ja nicht dumm. Wie bei vielen dieser Tracking-Dienste, die seit Jahren auf dem Markt angeboten werden, braucht man dort nur ein Konto anzulegen und die SIM-Karte, die in der GSM Wanze steckt, registrieren. FollowUs wählt sich dann automatisch in die GSM Wanze ein, gleicht den Standort ab und präsentiert das Ergebnis als SMS-Nachrichten auf ein anderes Mobilfunkgerät oder auf einer zoombaren Kartenapplikation. Die GSM Wanze ist gemessen an Profiwanzen zwar klobig, aber aufgrund ihrer Brillenetui-Tarnung unauffällig und mit ca. 111 £ (ohne Kosten für den Tracking-Dienst und die Mobilfunknutzung) auch für Privatleute geradezu spottbillig einsetzbar. Das Trimtrac Pro GPS Tracker Modul von TrackerShack ist noch zu groß, um in das Brillenetui zu passen und beinhaltet kein GSM-Modul und Mikrofon, aber das wird mit der Zeit schon passend gemacht werden, die Dienste für das Tracking von Mobilfunkgeräten mit GPS-Modulen existieren ja bereits. Ob wir nicht nur in einer Überwachungsgesellschaft, sondern auch in einer Gesellschaft des Misstrauens leben? Aber mit Sicherheit.
Geschrieben von Kai Raven
in Chips, Gesellschaft, Hardware, Internet / TeKo, Ökonomie
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15:56
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