Drohnen für Skynet - Mittwoch, 28. Januar 2009
Die Europäische Verteidigungsagentur (EDA) plaudert in der Februarausgabe ihres Bulletin über zukünftige Strategien und Projekte.
Zwei der Projekte drehen sich um die Entwicklung einer gemeinsamen Überwachungs- und Killer-Drohne. Wie es in dem Bulletin heißt, hatte man 2006 für eine unbemannte ISTAR ("Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance") Sensor-Plattform für Kriegsschiffe die Initiative zur Entwicklung und Bau der "Maritime Tactical Unmanned Aerial System" (MTUAS) Drohne gestartet. Da taktische Drohnen natürlich auch bei Luftwaffen, Landstreitkräften und militärischen Spezialkommandos immer mehr Verwendung finden, dachte man sich die Drohne so zu konzipieren, dass sie zukünftig für alle Streitkräfte geeignet ist und benannte die MTUAS Initiative in das "Future Unmanned Aerial Systems" (FUAS) Projekt um, an dem zur Zeit neben Deutschland Finnland, Frankreich, Polen, Portugal, Spanien und Schweden teilnimmt. Witzig ist die beigefügte Abbildung im Beitrag, denn es zeigt die taktische Langstrecken-Drohne Taranis, die seit 2006 bis 2010 von Großbritannien, das gar nicht am FUAS Projekt beteiligt ist, für Erprobungszwecke in Eigenregie von BAE Systems entwickelt wird. ![]() Taranis im EDA Bulletin. Abbildung: EDA. ![]() Taranis von BAE Systems über malerischer britischer Landschaft. Abbildung: Brit. Ministry of Defense. ![]() ![]() nEUROn als Modell im ONERA Windkanal und in einer künstlerischen Studie. Abbildungen: Dassult Aviation. Wie Dassault mit Neid anmerkt, fliegen andernorts Drohnen wie "Taranis", "nEUROn" oder das angedachte europäische FUAS bereits Probeeinsätze von Flugzeugträgern und üben Raketenabschüsse. Wie das neueste unbemannte Kampf-Flugsystem (Unmanned Combat Air System, UCAS) X-47B UCAS-D aus der X-4X Reihe von Northrop Grumman, das vom Rüstungskonzern Mitte Dezember 2008 präsentiert wurde. Zwei X-47B Test-Drohnen "A-1" und "A-2" werden zum Ende dieses Jahres von der U. S. Navy in den Erprobungsdienst gestellt, mit der ersten Landung auf einem Flugzeugträger im Jahr 2011, wie u. a. die Aviation Week im Beitrag Control Study For First Stealthy UCAS berichtete. ![]() ![]() X-47B UCAS-D Abbildungen: Northrop Grumman ![]() Eine der neuen Überwachungsdrohnen aus Lockheed Martins "Advanced Development Programs" aka "Skunk Works", das RQ-170 Sentinel UAV mit Stealth Eigenschaften. Auch als "Beast of Kandahar" bekannt, weil es zuerst am internationalen Flughafen Kandahar in Afghanistan gesichtet wurde. Von der U. S. Air Force wird das "Biest" zur Aufklärung und Überwachung über Afghanistan, Pakistan, Iran und Nordkorea eingesetzt. Bei der Studie geht es um die Problemlösungen, die bereits im Beitrag Sportliche Videoüberwachung aus der Luft in der Schweiz behandelt wurden: Wie bringt man unbemannt oder später autonom fliegende Drohnen im zivilen Luftraum unter, ohne das es zu Behinderungen und Kollisionen in den Luftkorridoren kommt. Die Frage stellt sich besonders, wenn man es in ein paar Jahren nicht mehr nur mit den im Vergleich "gemächlich" fliegenden Drohnen mit Propellerantrieb zu tun hat, sondern mit militärischen Drohnen, die mit Strahltriebwerken den europäischen Luftraum kreuzen. Daneben widmet sich die SIGAT Studie insbesondere der Frage, wie die Neuordnung der Funkfrequenzen aussehen muss, um dem Bedarf militärischer Überwachungs- und Killer-Drohnen gerecht zu werden und die Zuweisung des Funkfrequenzsprektrums so zu gestalten, dass es mit dem des internationalen und europäischen Luftfahrtverkehrs harmoniert. Denn solche Drohnen benötigen Bandbreite nicht nur zur Steuerung und Kontrolle durch die Bodenstationen, sondern auch eine Menge, um sich untereinander bei Schwarm-Formationen zu koordinieren und eingesammelte Radar-, Videoüberwachungs- und Zielerfassungsdaten wieder zurückzufunken. Ein weiteres Motiv ist der Umstand, dass sich diese Fragen auch alle anderen Staaten im Ausland stellen, die ebenfalls über eine nennesnwerte Drohnen-Industrie verfügen oder sie gerade aufbauen, wie die USA, Israel und China. Diese Staaten und die dort beheimateten Rüstungskonzerne wollen solche Fragen natürlich in ihrem Sinne lösen und mit der SIGAT Studie bereitet man sich in Europa auf kommende Verhandlungen auf internationaler Ebene vor, um Antworten im Interesse der EDA und der europäischen Rüstungskonzerne liefern zu können. Siehe auch: Defense Industry Dailys Beitrag In the Loop? Armed Robots and the Future of War vom 28.01.2009, Danger Rooms Interview in Inside the Rise of the Warbots vom 04.02.2009, der Beitrag War 'bots, and Their Implications im Ares Weblog der Aviation Week vom 05.02.2009 und Amy Goodmans Interview für Democracy Now! vom 06.02.2009 über Peter Singers Buch "Wired for War" zur revolutionären Roboterisierung der Schlachtfelder und Konflikte im 21. Jahrhundert.
Geschrieben von Kai Raven
in Drohnen, Politik, Roboter, Überwachung
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Krabbelnde, springende und fliegende MAST Überwachungsroboter - Mittwoch, 14. Januar 2009
Der Aviation Week Artikel Unmanned Vehicles Mimic Insects vom 12. Januar 2009 stellte die Zielsetzungen und Forschungsbereiche der Micro Autonomous Systems and Technology (MAST) and Collaborative Technology Allianz, über die im Beitrag Unbemannte Invasoren in der Stadt berichtet wurde, aus Sicht von Aaron Penkacik vor, dem Leiter der Electronic & Integrated Solutions Abteilung von BAE Systems.
BAE Systems führt laut der Pressemitteilung BAE Systems led team to develop miniature robots for military use vom 28. April 2008 die MAST Forschungsallianz an, die verschiedenste fliegende, hüpfende und kriechende Mini-Roboter für MAST entwickeln wird. Neben den BAE Forschungslabors sind die Universität von Kalifornien, das Institut für Technologie und das Jet Propulsion Labor in Kalifornien, das Institut für Technologie in Georgia, die Universität von New Mexico, die Technische Universität von North Carolina, die Universität von Mailand in Italien und die Universität von Sydney in Australien am MAST Programm beteiligt. Zur Verwirklichung der MAST Albträume erhielt BAE Systems vom U.S. Army Research Laboratory einen Forschungsvertrag über 38 Millionen US$, mit denen zunächst bis 2013 mit Option zur Verlängerung bis 2018 die MAST Mini-Roboter erforscht und entwickelt werden sollen. Mit dem Masseneinsatz der Mini-Überwachungsroboter dürfte also bis zu den 20er Jahren dieses Jahrhunderts nicht zu rechnen sein. Bis dahin hat man vielleicht auch das Ausmaß an Effizienz und Miniaturisierung der Körperkonstruktionen, Sensoren, Kommunikationsmodule und Energiequellen erreicht, dass die Roboter tatsächlich in Bau gehehn können. Wie bereits im Beitrag über die "Invasoren" beschrieben, geht es darum, die Mechanismen und Funktionen bei Tieren zur Energieversorgung ihres motorischen Apparats, zur Kommunikation innerhalb eines Gruppen- oder Schwarmverbandes und besondere Bewegungs- und Flugeigenschaften von Insekten besser zu verstehen und sie auf insektoide Mini-Roboter zu übertragen. Die Mini-Roboter, die eines Tages autonom und sich selbst organisierend in Schwarmverbänden operieren sollen, fungieren dann als Knoten in Netzwerken, die der Kommunikation und Datenübertragung von Kampfverbänden dienen. Daneben stellt jeder Mini-Roboter die mobile Plattform für verschiedene Sensoren, zu denen laut der FAQ zu MAST Videokameras, Mikro-Radar, Mikrofone, Wärme- und Bewegungssensoren zählen, so dass sie zu "Augen und Ohren" der Einsatzkräfte werden, die für sie in "städtischen Umgebungen und in komplexen Terrains" wie Höhlen, Tunneln, Straßen, Wohnräumen und Häusern auf Spionagetour gehen oder sich mit ihren elektronischen Komponenten zur elektronischen Kriegsführung in fremde Netzwerke einhacken, um zum Beispiel Datenübertragungen und den Kommunikationsverkehr zu stören oder abzuhören. Im Aviation Week Artikel beschrieb Penkacik, wie ein arbeitsteiliger Einsatz einer Mini-Roboter Gruppe aussehen könnte: "Du willst irgendwo Aktivitäten überwachen, weil Du denkst, dass man dort gerade dabei ist, Bomben zuammenzubauen. Wie würde der Schwarm aussehen, den du ausgesetzt hast, um die Überwachung für eine Woche zu gewährleisten? Er würde einen fliegenden Roboter mit einer Videokamera beinhalten, der auf einem Gebäude der Straße hockt und möglichweise solange im Schlaf-Modus bleibt, bis der akustische oder seismische Sensor eines krabbelnden Roboters innerhalb des Zielgebäudes die Ankunft eines Fahrzeugs feststellt. Über das ad hoc Netzwerk [der Roboter-Gruppe] werden die Sensoren [des fliegenden Roboters] aktiviert und dessen Überwachungsmission gestartet. Du kannst die Aktivitäten überwachen und zusätzliche Roboter dem Schwarm hinzufügen."
Eine optischen Eindruck von den Vorstellungen der BAE Systems Wissenschaftler bietet eine Animation von BAE System zu MAST (hier als MP4 Datei), in der wie bereits zuvor in einer Animation des Air Force Research Laboratory (AFRL) die fliegenden, krabbelnden und springen MAST Roboter
in Spinnen-, Libellen und Vogelgestalt (neben einem iRobot PackBot) ihren Auftritt bekommen:
![]() ![]() Da die Größe der MAST Roboter die einer Biene bis zu einer Handfläche betragen soll, kann jeder Soldat eine bestimmte Menge der Mini-Roboter transportieren. ![]() Neben dem Abwurf und dem Transport durch Drohnen aus der Luft kann auch ein IRobot PackBot die Roboter zum Einsatzziel transportieren und ausladen. ![]() ![]() MAST Roboter in Gestalt eines fliegenden Insekts und in Spinnenform. ![]() Nach dem Auskundschaften folgt die Auslöschung. Zwei Abbildungen von BAE Systems zur möglichen Robotergestalt von der BAE Micro Autonomous Systems and Technology (MAST) Informationssseite: ![]() ![]() ![]()
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Roboter, Wissenschaft
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Überwachungsroboter für große und kleine Gefängnisse - Freitag, 31. Oktober 2008
PopularMechanics hat einen interessanten Beitrag zu einem weiteren Typ der Mini-Roboter, die als rollende Videoüberwachungskamera bei Tag und Nacht für Aufklärung sorgen. Wie die anderen Roboter, wurde der Recon Scout von Recon Robotics für Spezialkräfte der Polizei und militärische Spezialeinheiten robust ausgelegt, damit er durch Fenster, Treppenhäuser und über Mauern geworfen oder von umbemannten Drohnen abgeworfen werden kann. 2007 wurde die erste Version des Recon Scouts vorgestellt, vorigen Monat der Recon Scout IR, der mit einer Infrarotkamera ausgestattet ist, um auch bei Nacht Überwachungsaufnahmen zu liefern. So sieht er aus:
![]()
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Roboter
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Militärische Roboterschwärme für Hausdurchsuchungen - Donnerstag, 23. Oktober 2008
Die Science Fiction Fans werden die Sucher-Drohne aus "Dune" oder die Schwärme von Spider-Robotern aus dem Film "Minority Report" kennen, mit denen Menschen aufgespürt und ausgeschaltet werden können.
![]() ![]() ![]() Spider Suchroboter aus dem Film "Minority Report". Ähnlich wie bei den Schwarmverbänden unbemannter Drohnen, die im Idealfall nur noch von einem Flugoperator beaufsichtigt werden, aber ansonsten ihre Missionen aufeinander abgestimmt und autonom absolvieren, hat das US-Militär seit einiger Zeit auch Schwarmverbände von Bodenrobotern im Auge, die ein Operator beaufsichtigt. Ein Roboterschwarm aus 3 - 5 Robotern, jeder maximal 100 kg schwer, soll laut der Ausschreibung "im Innern von Gebäuden nach unkooperativen menschlichen Subjekten suchen und sie erkennen." Dafür soll im Rahmen des Projekts erforscht werden, welche Sensoren und Kameras die Roboter benötigen, um Körpermerkmale und -signale von Menschen zu erkennen, welche Software nötigt ist, damit sich die Roboter des Teams während ihrer Durchsuchungsaufträge miteinander koordinieren und in begrenztem Umfang Abwehrhandlungen der aufzuspürenden Personen umgehen können. Dazu zählt u. a. auch die Abschirmung des Operators, dessen Funktionen und Rollen in Rahmen der zunächst semi-autonomen Robotermissionen ebenfalls Gegenstand des Projekts ist. Wie man sich das bildlich beim US-Militär vorstellt, kann man sich in Abbildungen zu den Forschungsallianzen mit US-Universitäten für die Entwicklung mikro-autonomer Systeme und Techniken anschauen. Mit der beabsichtigten Entwicklung von Roboterschwärmen für das Aufspüren von Menschen in Gebäuden stehen Programme der DARPA wie das VisiBuilding Forschungsprojekt in Verbindung, die darauf abzielen, Gebäude von außen transparent zu machen, um zunächst zu erkennen, wie ein Gebäude aufgebaut ist und ob sich überhaupt lohnende Zielobjekte in ihm verbergen wollen und die "Manhattan Projekte" zum Aufspüren, Verfolgen und Ausschalten von Gegnern.
Geschrieben von Kai Raven
in Biometrie, CCTV / Video, Roboter, Rüstung
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Die neue Quälwaffe von Raytheon - Samstag, 11. Oktober 2008
Die AviationWeek überschlägt sich mit gleich drei Beiträgen zur neusten "Quälwaffe" von Raytheon. Gemeint ist die Millimeter-Mikrowellen Waffe "Silent Guardian", eine Weiterentwicklung und Verkleinerung von Raytheons "Active Denial System" (ADS-II) Mikrowellenwaffe, von der drei Systeme an die U. S. Air Force ausgeliefert wurden.
Wie die AviationWeek Beiträge berichten, wird mit dem "Silent Guardian Protection System" ein gebündelter Millimeter-Mikrowellenstrahl kurzzeitig auf Zielpersonen gerichtet – bis auf eine Entfernung von über 250 Metern – wo der Strahl die Haut knapp einen halben Millimeter durchdringt, gerade genug, um die freien Nervenenden in der Dermis zu erreichen, die Hitzereize aufnehmen, um bei den Zielpersonen den Eindruck eines starken Verbrennungsschmerzes zu erzeugen. Das die Waffe nicht darauf angelegt ist, nur vereinzelte Personen zu treffen, sondern schnell viele Personen, ergibt sich aus dem 360 Grad Drehkopf der Antenne, dem integrierten Zielerkennungs- und verfolgungssystems und einer Pause von zwei Sekunden zwischen zwei "Schüssen". Silent Guardian kann laut Raytheon auf Standard-Militärtransportern montiert und in Kampffahrzeuge integriert werden, bei weiterer Miniaturisierung oder größeren Bauformen der Militär-Roboter wohl bald auch auf Killer-Roboter. ![]() ![]() Das "Silent Guardian Protection System" Abbildungen: Raytheon. ![]() Das "Active Denial System" II. Abbildung: Raytheon. Gedacht ist Silent Guardian für den "nicht-tödlichen" Einsatz gegen Aufrührer und Aufständische, Demonstranten und alle Personen, die Widerstand gegen die Staatsgewalt leisten, um sie abzuschrecken, einzuschüchtern oder zu vertreiben, ohne sie direkt erschießen zu müssen. Raytheon drückt das in verschiedenen Texten so aus:
Das Silent Guardian Schutzsystem ist eine revolutionäre, weniger tödliche Anwendung mit gebündelter Energie, die Millimeterwellenenergie einsetzt, um Individuen oder Menschenaufläufe zurückzutreiben ohne Verletzungen hervorzurufen, weil der Strahl nur oberflächlich die Haut durchdringt. Diese Eigenschaften ermöglichen den Anwendern, Gegner zu stoppen, abzuschrecken und umkehren zu lassen, ohne tödliche Waffen einzusetzen.
Das legt nahe, neben Killer- und Überwachungs-Drohnen auch die Mikrowellenwaffen zunächst in den Testländern Irak, Afghanistan und Pakistan auszuprobieren, bevor es vielleicht Demonstrationen und Riots gegen den nächsten IWF- oder G8-Gipfel oder Parteikongress in den USA sind.Silent Guardian bietet eine Zone des Schutzes, die Leben rettet, Gegenstände schützt, Kollateralschäden minimiert und die taktische Qualität, Gewaltausbrüche zu kontrollieren. Es ruft präzisere Effekte auf größere Distanzen hervor als aktuelle, weniger tödliche Systeme und bietet die zeitnahe Befähigung, sich Respekt zu verschaffen und Aggressionen zu deeskalieren. Der fokussierte Strahl aus Mikrowellenernergie ruft eine unerträgliche Hitzeempfindung hervor, die getroffene Individuen dazu veranlasst zu fliehen oder in Deckung zu gehen. Silent Guardian ist gegen Staub, Regen und Salzwasser geschützt und unterstützt Operationen unter Bedingungen bis 53 Grad Celsius Umgebungstemperatur. Verschiedene kommerzielle und militärische Anwendungszwecke beinhalten Strafverfolgung, die Absicherung von Kontrollstellen, den Schutz von Einrichtungen, den Truppenschutz und friedenserhaltende Missionen. Wie ein AviationWeek Beitrag anmerkt, hat die Forschungs- und Entwicklungsbehörde des US-Justizministeriums (NIJ) bereits ihr Interesse an der Entwicklung einer kleineren Millimeterwellen-Mikrowellen Waffe in Gewehrform für kurze Distanzen zur Ausrüstung von Polizeikräften und -einheiten bekundet, die dort die Elektroschock-Waffen ergänzen könnten. Auf der Webseite des NIJ zum ADS heißt es, "dass NIJ hat einen kleinen, funktionsfähigen Prototypen des militärischen ADS entwickelt, den Polizisten und Gefängniswärter mit sich tragen können". Über den Zwischenstand der Entwicklung einer portablen Quälwaffe, die auch die Modifizierung der "Personnel Halting and Stimulation Response" (PHaSR) Laser-Waffe einschließt, die bereits 2005 für die U. S. Air Force projktiert wurde, berichtete NewScientiest im Beitrag US police could get 'pain beam' weapons vom 24. Dezember 2008. Die Behörde fährt u. a. zusammen mit der internationalen Vereinigung der Polizeichefs, die eine eigene Arbeitsgruppe zu "weniger tödlichen" Waffen unterhält, dem NIST, der Forschungsbehörde der britischen Polizei und der Homeland Security Advanced Research Projects Agency (HSARPA) des US-Heimatschutzministeriums eine eigene Forschungsinitiative zur Entwicklung und Produktion sogenannter "nicht-tödlicher" Waffen. Während sich das NIJ um den Einsatz von "nicht-tödlichen" Waffen durch zivile Polizei- und Disziplinierungskräfte kümmert, steht für den militärischen Bereich die gemeinsame Abteilung bzw. das gemeinsame Programm zu "nicht-tödlichen" Waffen (JNLWP) des US-Verteidigungsministerium, der Navy, Air Force, Army, Küstenwache, Marine und des Special Operations Kommando der Special Forces für den militärischen Bereich im Zentrum. Die nach oder wegen den Desastern und Erfahrungen während der "Friedensmissionen" UNOSOM I + II in Somalia im Jahr 1996 gegründete Abteilung vergibt Aufträge an die Produzenten, testet neue Prototypen und stößt ihre Entwicklung an, bildet in der Anwendung "nicht-tödlicher" Waffen aus und lässt über das Human Effects Center of Excellence (HECOE) die Risiken, Wirkungen und Schadenspotentiale "nicht-tödlicher" Waffen auf den menschlichen Organismus erforschen. Die Auf- und Ausrüstung ist also auch in diesem Bereich der "nicht-tödlichen" Waffen im vollen Schwange. Siehe auch die AviationWeek Beitrage High Power Microwave Nearly Operational, Frying the Foe, "Silent Guardian" Zaps Journo und den Artikel Gegner von Elektroschock-Waffen (in Frankreich) wurde bespitzelt im Tagesspiegel.
Geschrieben von Kai Raven
in Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Hardware, Menschenrecht, Politik, Roboter, Rüstung, Wissenschaft
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21:16
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Fliegende Spanner und rollende Augen - Freitag, 27. Juni 2008
Das Ding macht zwar Lärm wie eine elektrische Kaffeemühle und wäre deshalb denkbar ungeeignet für die möglichst unbemerkte Videoüberwachung aus der Luft, aber die Drohne hat einen treffenden Namen:
Der fliegende Voyeur von Lite Machines ist für Überwachungsmissionen in Stadtgebieten gedacht, wie man in einer Animation bei YouTube sehen kann. Lite Machines bezeichnet die Missionen als "PRISTA" ("Proximate Reconnaissance, Intelligence, Surveillance, Target Acquisition") Operationen, also Überwachung, Aufklärung und Zielerfassung im Nahbereich der Einsatzkräfte, um in engen Winkeln und Straßenzügen zu spähen, wo andere Drohnen schlecht herumfliegen können.
![]() Das Voyeur UAV beim Abheben von einer mobilen Start- und Landeplattform und auf seinem Weg in die Stadt. Die Stadt könnte wie üblich im Nahen Osten liegen. Für Voyeure am Boden hat das israelische Unternehmen ODF Optronics, das auch einen Spionage-Ball im Sortiment führt, das Eye Drive Mini-UGV im Tornister. Das per Funk gesteuerte Bodenvehikel besteht eigentlich nur aus Rädern und zoombaren Videokameras, die an jeder Seite zwischen den Rädern montiert sind und wie der fliegende Voyeur dem menschlichen Bediener eine 360 Grad Rundumsicht ermöglicht. Mit der integrierten Bewegungserkennung kann das Eye Drive auch im Stand-By Modus geparkt werden, um erst aktiv zu werden, wenn sich Objekte oder Personen durchs Bild bewegen. Mikrofone zur akustischen Aufklärung hat das "rollende Auge" ebenfalls an Bord. ![]() ![]() Das Eye Drive für dunkle Gassen und konspirative Wohnungen. Abbildungen: ODF Optronics. ![]() Eye Drive beim Einwurf. ![]() Eye Drive Konzept mit Raketenwerfer, Simon (GREM) Granate von Rafael. Vom Unternehmen Automatika wurde in Zusammenarbeit mit dem National Robotics Engineering Center an der Carnegie Mellon Universität bereits 2006 der "Dragon Runner" für das US-Militär entwickelt, dessen Konzept dem Eye Drive verblüffend ähnelt. Automatika wurde 2007 vom QinetiQ Unternehmen Foster-Miller aufgekauft, das für die TALON Sword und MAARS Killer-Roboter bekannt sind und nun den Dragon Runner vertreibt. Während das Eye Drive den Spionage-Ball tragen kann, ist der Dragon Runner noch modularer aufgebaut, denn neben den ebenfalls integrierten Videoüberwachungskameras können unterschiedlichste Erweiterungen montiert werden: ![]() ![]() Abbildungen: Foster-Miller. ![]()
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Roboter
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20:06
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Erster MAARS Killer-Roboter rückt aus - Donnerstag, 5. Juni 2008
Wie QinetiQ heute mitteilte, hat deren Rüstungsschmiede Foster-Miller den ersten Killer-Roboter der MAARS Klasse an das US-Militär ausgeliefert, der bereits im Beitrag Noch ein paar Killer-Roboter vorgestellt wurde.
Der erste Roboter wurde aufgrund eines Vertrags mit dem Combating Terrorism Technical Support Office (CTTSO) ausgeliefert, das neue Techniken und Waffen zur Antiterror- und Aufstandsbekämpfung für 100 US-Behörden entwickeln, testen und produzieren lässt. Der MAARS Killer-Robotor ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau für militärische und Sicherheitsbehörden, denn seine Bandbreite reicht vom Einsatz von Waffen, die von den Sicherheitsbehörden als "nicht tödlich" und "fast tödlich" bezeichnet werden bis zum Einsatz absolut tödlicher Waffen. Auf die Modularität des Roboters hinsichtlich der eingesetzten Waffen und der verschiedenen Eskalationstufen sind seine Erbauer auch besonders stolz. Genauso wie auf dessen Mobilität. Entweder auf Panzerketten oder auf Rädern soll der Killer-Roboter jedes Terrain bewältigen und auch Treppen erklimmen können. ![]() Das Modular Advanced Armed Robotic System (MAARS) in der tod-sicheren Variante mit M240B Maschinengewehr. Abbildung: QinetiQ.
"Die US-Regierung hat mit uns die letzten 18 Monate zusammengearbeitet, um einen innovativen und evolutionären Ansatz zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen, mit dem Kampfsituationen auf dem Schlachtfeld der Zukunft bewältigt werden können. Bei den heutigen Feinden, die sich der asymmetrischen Kriegsführung bedienen, ist ein feindliches Zusammentreffen nicht mehr als vollständig sicher anzusehen. MAARS Modularität und bahnbrechende Stufen der Kampfeskalation wird helfen, die Leben von Soldaten und Nicht-Kombattanten im Kampfgebiet zu retten."
Soll es tödlicher sein, um aufständische Guerillakämpfer, Mitglieder von Terrorkommandos und militante Demonstranten ins Jenseits zu befördern, lassen die Einsatzkräfte den Roboter Explosivgranaten im gleichen Kaliber verschießen oder sie setzen in den Waffenschacht das M240B Maschinengewehr ein.Werbeaussage vom Präsidenten für technische Lösungen der nordamerikanischen QinetiQ Filiale, Dr. William Ribich, zum "Launch" des Killer-Roboters. Siehe auch: derStandard - Kampfroboter A.R.E.S. erhält Schießbefehl über das Web ISN ETH Zürich - WarBots: The latest in military strategy
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Gesellschaft, Roboter, Rüstung, Terror
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15:25
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Unbemannte Invasoren in der Stadt - Sonntag, 10. Februar 2008
Gestern meldete der Independent im Artikel UFO sightings on the rise, dass in Großbritannien nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums die Anzahl der UFO Sichtungen ansteigen. Vielleicht hat das damit zu tun, dass aufgrund der Öffnung der militärischen Archive zu UFO-Untersuchungen und die steigende Anzahl an entdeckten Exoplaneten das Interesse an UFOs in Grobritannien auch zu mehr Sichtungen führt. Vielleicht sind sie einfach eine andere Form, in der sich kollektive Paranoia und Ängste äußern, die die britiche Gesellschaft umtreiben oder es existieren UFOs und die Extraterrestrier lieben die britischen Kornkreise.
Eine andere Erklärung für die steigende Anzahl an Sichtungen könnte die steigende Anzahl von unbemannten Drohnen sein, die in vielfältiger Form experimentell und operational im Luftraum unterwegs sind, demnächst auch neben normalen Flugzeugen im zivilen Luftraum. Die Zahl der "UFO" Sichtungen könnte dramatisch ansteigen, wenn der ehemalige Ingenieur für Hoovercraft-Luftkissenfahrzeuge Geoff Hatton seine Vision einer unbemannten Drohne verwirklichen kann. Seit 2002 werkelt der Ingenieur mit seinem Team und wechselnden Geldgebern, zu denen auch das US-Militär und das britische Handelsministerium gehörte, an seinem GFS UAV ("Unmanned Air Vehicle"), das nach ihm benannt ist: "Geoffs Flying Saucer" UAV. Warum seine Drohne mit UFOs zu tun hat, wird neben dem ursprünglichen Namen seiner Firma GFS Projects Limited deutlich, wenn man sich die Drohne in einem Video anschaut, das im Mai 2007 mit der Experimentalversion GFS13A gedreht wurde: ![]() ![]() Filmausschnitte: GFS Projects Limited. ![]() Abbildung: GFS Projects Limited. Der Effekt bezieht sich auf die Eigenschaft eines Gas-Strahls, an konvexen Oberflächen anhaftend entlangzuströmen, wie sie auch das GFS UAV aufweisen. Dieser Strom wird als Schub zum An- und Auftrieb genutzt. Auf der Zeichung erkennt man oben einen Kranz von Düsen, aus denen wohl der Gas-Strahl austreten und dann über die Oberfläche des UAVs laufen würde. Um aber diesen Effekt vollständig und so zu nutzen, dass ein Fluggerät eine stabile Fluglage behält und fliegt, muss mit hohem Energieaufwand ein sehr starker Gas-Strahl erzeugt werden, dass Fluggerät über eine gewisse Masse verfügen und eine gute Steuertechnik existieren, woran der Avrocar scheiterte. Ob es Hatton gelungen ist, diese Probleme zu lösen und aus seinem Vehikel ein marktreifes UAV zu entwicklen, steht noch aus. Im Gegensatz zum US-Militär, das immer an kleineren senkrecht startenden Drohnen für den Einsatz in städtischen Kampfzonen interessiert ist, zeigte sich das britische Verteidigungsministerium bis jetzt nicht begeistert vom GFS UAV. Eine weitere Chance, das britische Militär zu überzeugen, erhält Hatton während des Grand Challenge Wettbewerbs des britischen Verteidigungsministeriums, bei dem es auch um neue Konzepte für den Einsatz von Drohnen geht. Dort ist GFS Projects zusammen mit der britischen Konstruktionsfirma Mira am MIRA Team beteiligt. ![]() Ein Typ des GFS UAV und ein unbemanntes Bodenfahrzeug ("Unmanned Ground Vehicle", UGV) des MIRA Teams während der Grand Challenge 2008. Da zu den Aufgaben der Grand Challenge auch die Kooperation zwischen UGVs und Drohnen, sowie die Erkennung selbstgebauter Sprengfallen ("Improvised Explosive Device", IED) mit UGVs in städtischen Kampfzonen zählte, hatte das MIRA Team wie andere Teilnehmer der Grand Challenge ein UGV dabei. ![]() Ein anderer Typ des GFS UAV im Flug. Das MIRA Team erhielt von der Jury die Auszeichnung für den höchsten Grad an Autonomie, die einen weiteren Aufgabenschwerpunkt darstellte. Wie man im rechten Foto erkennen kann, werden Drohnen wie das GFS UAV in Projektphasen und Wettbewerben trotzdem auch ferngesteuert geflogen. Laut der FlightGlobal Meldung First autonomous coanda effect UAV flight by December vom 27.08.2008 soll das "Fenestar 50" Modell des GFS UAV Ende 2008 seinen ersten vollautonomen Testflug unternehmen. Abbildungen: U. K. Ministry of Defense. Über ein anderes Konzept zum Bau eines Fluggeräts in UFO-Form berichtete Scientific American im Beitrag The World's First Flying Saucer: Made Right Here on Earth. Das von seinen Entwicklern Wingless Electromagnetic Air Vehicle (WEAV) genannte UFO soll an seiner Oberfläche Elektroden erhalten, die von einer starken Energiequelle versorgt, die umgebende Luft ionisiert und in Plasma umwandelt, das dann für den Auf- und Antrieb genutzt wird. Auch bei diesem UFO ist das Hauptproblem, eine geeignete Energiequelle zu finden, die genug Energie liefern kann ohne das ganze Fluggerät unwirtschaftlich zu machen. In kleinerer Bauform und unbemannt könnte man sich das WEAV auch als Überwachungs-Drohne vorstellen. ![]() Schema des WEAV "UFO" mit den gelb gezeichneten Elektroden auf der Oberfläche des UFOs. Im Innern die Energiequelle, Computer und Sensorik. Ein Forschungsbereich des französischen Forschungs- und Entwicklungslaboratoriums für Luft- und Raumfahrt Onera widmet sich der Entwicklung von Drohnen unterschiedlicher Größe. Für die Micro-Drohnen, die ungefähr die Größe eines Vogels annehmen sollen, entwickelt man im Decawatt Projekt Micro-Turbinen, die für die Micro-Drohnen dereinst die nötige Energie erzeugen. Im Dezember 2007 haben die Onera Wissenschaftler eine Mini-Verbrennungskammer mit einer Breite von 1,4 Zentimetern vorgestellt, die der Erprobung dient und eines der Bestandteil einer Gas-Micro-Turbine ist, die nur 2 Zentimer hoch und 2 Zentimer im Durchmesser ist: ![]() Die Verbrennungskammer, in die separat durch zwei Zuleitungen Wasserstoff oder Propan und Sauerstoff zugeführt wird. Zuvor hatte man mit einer Vormischung der beiden Gase experimentiert, wie auf dieser Schemazeichung zu sehen, aber die separate Zuführung trägt zur Miniaturisierung bei. ![]() Die eigentliche Turbine besteht aus Silizium und wird vom Hersteller mikro- und mikro-elektro-mechanischer Systeme (MEMS) SilMach hergestellt: ![]() Abbildungen: Onera. An der Clark School und dem MEMS Sensors and Actuators Laboratory der Universität von Maryland wurden 2008 zum ersten Mal Mikromaschinen entwickelt, die für die rotierenden Bestandteile in Mikro-Turbinen, -pumpen und -motoren Kugellager mit Mikrokugeln einsetzen, die in den Mikro-Turbinen für bis zu 87000 Umdrehungen pro Minute sorgen. Die Forschung an den Mikro-Maschinen wird durch das U. S. Army Redearch Office finanziert. Später sollen die Mikro-Maschinen in kleinen Stromgeneratoren zum Einsatz kommen, die Soldaten statt schwerer Batterien bei sich tragen und in Mikro-Robotern, Nano- und Mikro-Drohnen. ![]() Schema der Mikro-Turbinen und -Pumpen mit Kugellagerung.
![]() Man beachte die Abbildungen von Mikro-Turbinen in der zweiten Folie. Die gab es bereits 2006 und nicht 2008. ![]() Remanta Micro-Drohnenmodell von Onera.
![]() Die Remanta Drohne auf dem Weg zum Startpunkt – einer Garage. ![]() Ihr Herr und Meister – ein Soldat / Polizist / Agent – gibt Zielpunkt und Aufgaben ein und die Drohne startet.
![]() Die Drohne auf ihrem Weg durch die Stadt, den ihr "Pilot" über einen Kontrollcomputer verfolgt. ![]() Der erste Zielpunkt: Das Fenster einer Wohnung... ![]() vor dem die Drohne in Schwebe- oder besser Lauerstellung verharrt, um ihrem Operator erste Aufnahmen zu liefern. ![]() In die Wohnung eingedrungen, macht die Drohne einen Erkundungsflug durch die Wohnung und übermittelt die Aufnahmen an den Operator. Im Labor schlagen die biomimemtischen Flügel bereits. ![]() Zwei Mini-Kameralinsen und der Flügel-Aktuator im Innern der Remanta Micro-Drohne. ![]() ![]() Die Mikro-Drohnen werden von größeren Drohnen über einem zu überwachenden Gebiet "ausgesät". Die Mikro-Drohnen können selbstständig ihre Batterien über das Anzapfen von Stromleitungen wieder aufladen. ![]() ![]() Im Kopf der Mikro-Drohne ist eine bewegliche Videoüberwachungskamera untergebracht, die so leistungsfähig sein soll, dass sie Personen aus größeren Entfernungen aufnehmen kann und die Bilder zur Identifizierung ins Kontrollzentrum überträgt. Setzt sich eine verdächtige Person in Bewegung, kann die Mikro-Drohne die Verfolgung aufnehmen. In der Animation werden eigentlich drei Drohnen-Konzepte verarbeitet: Die der insektoiden Drohnen, des Nano Air Vehicle (NAV) und der vogel- oder fledermausähnlichen Drohnen. ![]() ![]() Für die militärischen Wissenschaftler ist besonders wichtig, dass die Mikro-Drohnen über die "Optical Flow" Flugeigenschaften und automatische Systeme zur Selbststeuerung und Navigation verfügen, um sowohl in engen Flugkorridoren mit zahlreichen Hindernissen und Winkeln, wie sie in Straßen und Städten zu finden sind, als auch in Räumen von Gebäuden operieren zu können, wo sie unbemerkt in Wohnungen eindringen und Personen observieren sollen. ![]() Wie bei den großen Überwachungs- und Killer-Drohnen sollen auch die kleinen Mikro-Drohnen in Schwarmverbänden operieren können. Im Schwarm mit koordinierter Flugformation können u. a. die Videostreams der einzelnen Drohnen zu einem Videostream zusammengefügt werden, um eine größere Videoabdeckung zu ermöglichen oder mehrere Orte zugleich auszuspionieren. ![]() ![]() Zu weiteren Aufgaben der Mikro-Drohnen könnte die Videoaufklärung vor Fenstern oder die Markierung von Zielen mit Lasern für den Einsatz von Lenkraketen gehören. Ein weiterer Einsatzzweck wäre laut der Animation die Verwendung der Mikro-Drohne als ferngelenkte Waffe, die zur Tötung einzelner Zielpersonen dient. Die Mikro-Drohne könnte zum Beispiel mit einem künstlichen Stachel ein schnell wirkendes Gift injizieren, ein Mikro-Projektil abfeuern oder selbst am Körper des Opfers explodieren. ![]() ![]() Neben dem Flug in allen möglichen Flugräumen sollen die Mikro-Drohnen auch auf allen möglichen Landeplattformen landen, dort ausharren und sich krabbelnd fortbewegen können. Das alles "unauffällig, überall und tödlich". Fakt ist aber, dass erste Wettbewerbe für die Micro-Drohnen auch in Frankreich laufen, wie der Challenge Minidrones, der von Onera und dem französischen Verteidigungsministerium ausgerichtet wird uns bis 2009 andauert. Und bei der DARPA stehen Plasma-Antriebe für Micro-Drohnen und Nano Air Vehicle auf dem Programm, die mit einer Länge von 7,5 Zentimeter schon an insektenähnliche Drohnen denken lassen. Via Flight Globals Meldungen GFS enters new flying-saucer UAV in UK MoD's Grand Challenge und ONERA develops micro-UAV gas turbine engine. Siehe auch: AP - US Develops Tiny Flying Robots (22.11.2008) Aviation Week - Unmanned Vehicles Mimic Insects (12.01.2009)
Geschrieben von Kai Raven
in CCTV / Video, Drohnen, Geheimdienst / Polizei, Roboter, Rüstung
um
17:00
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